Kleinbäretswil, die Käserei in der Vehfreude

Privatarchiv von Albert Egli von Kleinbäretswil zu Schule, Aussenwacht und Genossenschafts-Käserei.
Seit 1451 gibt es Egli (Egly) in Kleinbäretswil. Sie nahmen an der Schlacht von Marignano teil, gehörten zu den Wiedertäufern und waren später Seckelmeister. Albert Egli (*1949) lebt wie seine Vorfahren im ,Chloster‘ in Kleinbäretswil.

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Die Käserei von Kleinbäretswil. Sie wurde 1906 in Betrieb genommen und 2015 geschlossen. Seit 1933 war sie im neuen Gebäude.
Neue Käserei Kleinbäretswil, 1933-2015

Es mag der Eindruck entstehen, dass sich in der Landwirtschaft seit der Einführung der Dreifelderwirtschaft unter Karl dem Grossen bis zur Einführung der Maschinen kaum etwas geändert hat – was aber täuscht. In unserer Gegend berühmt wurde Kleinjogg (Jakob Gujer) von Wermetswil bei Uster, der im 18. Jh. neue Bearbeitungsmethoden einführte. Und auch die (Tal-)Käsereien gibt es erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Jeremias Gotthelf beschreibt dies in

Die Käserei in der Vehfreude, 1850, Naturgeschichte der Käsereien

1815 wurde im kühlen Chatzentobel in Kleinbäretswil eine Käserei gebaut. Knapp 100 Jahre nach den ersten Käsereien im Emmental wurde 1906 auch in Kleinbäretswil eine Käsereigenossenschaft gegründet.[1] Sie konnte mit dem langjährigen Käser Karl Schmidt 2006 bei guter Gesundheit ihren 100. Geburtstag feiern, musste dann aber 2015 doch schliessen. Seither ist der Käser Peter Schneider aus Bettswil auch für Kleinbäretswil zuständig und stellt aus deren Milch den Berg-Brie her.

siehe auch Käsereien von Bäretswil und Käseherstellung in der Schweiz

Einzelnachweise

[1]Armin Sierszyn: Fehrenwaltsberg und Klein Bäretswil. Bäretswil/Zürich 1981, S.53

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