Ortsnamen nach Studer 1870

Seite 3 aus der Studer Chronik mit den Ortsnamen der Dörfer, Weiler und Höfe von Bäretswil.
Studer Chronik, Seite 3, Ortsnamen

Der Chronist Julius Studer zählt in seiner Einleitung nach der Anzahl Seelen und Häuser die Ortsnamen der Gemeinde auf.

Dörfer:
Bäretswil, Adetswil, Bettswil, Fehrenwaltsberg, Hof, Klein-Bäretswil, Waltensperg und Wappenswil.

Weiler und Höfe:
Abis (in Mundart Obis), Aesch, Allenberg, Amt,
Binz, Boll, Bräch, Breitenmatt, Bürgenweidli, Burgweid, Bussenthal,
Dunkelwies, Egglen, Eichscheuer, Eiwinkel (Maiwinkel), Emmet,
Ghöch, Ghöchweid, Grossacker, Gubel, Halden, Hemetschwendi, Hinterberg, Hinterburg, Hofscheuer, Hohlenstein, Hohlenweidli, Hütte, Hungerzelg, Josenhof, Läseten, Lätten, Lauberfelsen, Lauperswil, Löhli, Matt, Mattscheuer, Meiershof, Morglen, Muetspach, Müllacker, Müllikran, Neppenacker, Neuthal, Rauchstapfeten, Rellsten, Riedt, Rüetswil, Sädel, Scheuerli, Schmärscheuer, Schwarzweid, Sonnenhof, Steinweid, Stockacker, Stockrüti, Stöck, Stössel (Stüssel), Stollen, Tannacker, Tanne, (Rüeggen-) Thal, Tobel, Vogelsang, Waberg, Wässeri, Waswies, Weid, Weissenbach, Wiesen, Wirzwil, Zelg, Zelgli, Zell.

Hügel und Anhöhen:
Allenberg, Allmann, Bank, Brüschbühl, Bühl, Ebneberg, Egg, Grafenbuck, Häuslibühl?, Heidenbühl, Höhe, Hofbühl, Huber, Kiesbühl, Kirchbühl, Kopf, Lettenberg, Lugeten, Ofengupf, Palten, Paschlisgipfel, Schauenberg, Schmärbühl, Schürlihöhe, Stadtboden, Stelzen, Stoffel, Stollenberg (Gryffenberg), Stüssel, Tännlibühl, Teufelskanzlen, Waldsberghöhe.

Abhänge, Halden:
Eisrüti, Gstalden, Halden, Hasenrank, Risi, Rütschberg, Schindletrain.

Thäler, Schluchten:
Giessen, Hohlenstein, Teufroos?.

zum Löli:
Verständlich, dass der Besitzer des Gehöfts dieser Titulation überdrüssig war und bei der Behörde erwirkte, dass der Hof umgetauft wurde. Offenbar etwas sentimental veranlagt – sonst nicht Bäretswiler Art, höchstens auf der Bärenbühne – nannte er das Haus nun zur Schönau. Wie enttäuscht mochte er sein, als er vernehmen musste, dass der Volksmund, boshaft wie er sich eben oft benimmt, ihn, den Bauer, nun den Löli von der Schönau nannte.

Anekdote von Otto Schaufelberger[1]

Und dann noch: Das «erste eigentliche Kartenwerk über die Schweiz» stammt aus dem Zürcher Oberland, verfasst zwischen 1538 und 1547 von Johannes Stumpf, dem Prior des Johanniterhauses Bubikon (vgl. Heimatspiegel Feb. 1942).
Anm.: Der Disenwaltsberg (1900), Tysenwaldsberg (1950) resp. Tisenbaltsberg (2000) hiess um 1500 noch Walpensperg, auf der Gyger Karte von 1667 und bei Studer 1870 Waltensperg. Studer vermerkt in seiner Chronik, dass im Urbar von 1541 mit Walpensperg Fehrenwaltsperg und mit Waltensperg Tysenwaltsperg gemeint ist.[2]

Literatur

1 - Julius Studer: Die Geschichte der Kirchgemeinde Bäretswil. Zürich 1870, Digitalisat S.3

Einzelnachweise

[1]Otto Schaufelberger: Das Zürcher Oberland. Auf seine Höhenstrasse. Paul Haupt Bern 1950, Schweizer Heimatbücher, Band 34 S.7
[2]Julius Studer: Die Geschichte der Kirchgemeinde Bäretswil. Zürich 1870, Digitalisat S.158

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