Bergheimeli (Schoggihüsli)

Lettenkreuzung 1995, lk Bergheimeli (Schoggihüsli), rt Kath. Kirche
Lettenkreuzung 1995, lk Bergheimeli (Schoggihüsli), rt Kath. Kirche

SchoggihüsliBahnhofstr. 31, offiziell Bergheimeli, erbaut ca 1930, um 1950 bewohnt von Henri Rebsamen, Dr. prof., nun im Besitz der Gemeinde.

Dass der Zürcher sein Haus Bergheimeli taufte, wunder nicht. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird Bäretswil regelmässig mit Bergdorf assoziiert.

Das Bergdorf und der Heimatspiegel

Die Assoziation lässt sich gut am Heimatspiegel aufzeigen. Der Heimatspiegel ist eine illustrierte Beilage des «Freisinnigen» (später «Zürcher Oberländer»), der erstmals in einer einmaligen Ausgabe 1928 zum 100. Geburtstag des Pfahlbauforschers Jakob Messikommer (1828-1918) erschien. Zu dieser Zeit enthielten die Zeitungen noch keine Fotos. Der Heimatspiegel war dann über Jahrzehnte hinweg vorwiegend eine Bildersammlung von Schweizer Orten und von Stimmungsbildern des Zürcher Oberlands: Frühling – Sommer – Herbst – Winter und schon wieder …
Über die Jahre wurde die Beilage vermehrt einem Thema gewidmet und bevorzugt von Historikern bearbeitet.

Zur Erhöhung von Bäretswil durch den Heimatspiegel zum Bergdorf:
Feb. 1936: 100-Jahr Jubiläum der Sekundarschule
Jan. 1939: Das Skiparadies Zürcher Oberland und weitere Beiträge siehe auf Wintersport
Juni 1960: Das Zürcher Kantonal-Musikfest

Mit zunehmender Mobilität verblasste das Bild vom Bergdorf und das «Skiparadies» verlagerte sich vermehrt nach Fischenthal und Wald. Mit dem Bauboom der 1960er Jahre und der Überbauung des Aemet verschwand die Idylle.

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