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Zum Gedenken, Aline Pfenninger (12.8.1896 - 8.5.1975), Arbeitslehrerin

13.05.1975 / ZO [PBA.Z975.054p]

Zum Gedenken
Aline Pfenninger. Bäretswil
Im Spital Wetzikon starb nach schwerer Krankheit Aline Pfenninger aus Wappenswil, die früher während Jahrzehnten als Arbeitslehrerin in Bäretswil gewirkt hatte, bis sie 1962 in den Ruhestand trat. Sie wurde am 12. August 1896 in Wappenswil geboren, wo ihre Eltern neben dem landwirtschaftlichen Betrieb die Gastwirtschaft zur Traube führten. Mit einem Bruder zusammen wuchs sie dort auf, besuchte die Schulen der Gemeinde, und als geschickte Schülerin durfte sie sich auch zum Berufe ihrer Mutter, zur Arbeitslehrerin, ausbilden lassen.
Ihre Berufstätigkeit begann 1916 mit einem Vikariat in Wetzikon. Ab 1917 betreute sie die Schule Tanne und 1919 kamen Bettswil und Klein-Bäretswil hinzu, daneben 1920 noch ein Vikariat in Ried-Gibswil. 1931 durfte sie ihre Mutter in Wappenswil ablösen und 1943 endlich gab sie die weitverzweigte Arbeit in den Aussenwachten auf, um die Dorfschute Bäretswil ganz zu übernehmen. Erwähnenswert ist sicher, dass sie die entlegenen Lehrstellen nie anders als auf Schusters Rappen erreichte.
Aline Pfenninger war zeitlebens eine gute Gängerin und bewies das auch auf zahllosen Wanderungen in ihre geliebte Schweizer Bergwelt. Trotz allem fand sie noch Zeit, zu Hause mitzuhelfen, etwa im Heuet, oder auch in der Wirtschaft. In Gemeindeangelegenheiten diente sie in der Fortbildungsschule und als Vorsteherin in der Frauenkommission. Nicht wenig trug sie zum Gedeihen des Samaritervereins bei, dessen Mitbegründerin und langjährige Hilfslehrerin sie war. So tragen wir die liebe Verstorbene in unserer Erinnerung als überaus tätige und tüchtige, daneben aufgeschlossene und frohe Natur, auch wenn sie in den letzten Jahren infolge Altersbeschwerden nicht mehr so häufig in der Öffentlichkeit zu treffen war.
 
40 Jahre Arbeitslehrerin an Primar- und Fortbildungsschule
17 Jahre Leiterin der Hauswirtschaftsschule

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