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Neuer-Bären-vor-GdeHaus
Neuer-Bären-vor-GdeHaus

09.04.2020 / ZO [PBA.ZO20.092j]

Skulptur vor Gemeindehaus ersetzt
Der Bäretswiler Bär soll jetzt Jahrzehnte halten - David Kilchör

Zunächst wars ein Paar, dann ein kleiner, schliesslich einer mit gebrochenem Arm. Jetzt hat Bäretswil seinen vierten Bären vor dem Gemeindehaus - und der soll nicht so schnell faulen.

Bäretswil ohne Bär ist unvorstellbar. Seit über 30 Jahren steht eine hölzerne Tierskulptur vor dem Gemeindehaus. Der letzte Bär hat es allerdings nur auf ein Alter von knapp acht Jahren gebracht. Am Donnerstag wurde das Tier ersetzt.

Die Geschichte des Bären reicht bis in die späten 80er Jahre zurück. Ein Sturm fällte damals ein Baumpaar vor dem Gemeindehaus, worauf ein Schnitzer aus den Überresten ein Bärenpaar kreierte.

Gut zehn Jahre lang begrüssten die beiden Bären die Bäretswiler Bürger vor dem altehrwürdigen Verwaltungsgebäude. 1998 ersetzte der damalige Förster das mittlerweile angeschlagene Duo durch einen einzelnen kleineren Bären, der bis im November 2012 dort stand.

Ein Bär mit Handicap

Das damalige Bäri-Fäscht-OK brachte damals einen markant grösseren Nachfolger ins Spiel, der allerdings ein Handicap hatte – namentlich einen gebrochenen und wieder zusammengeschraubten Arm. Das passierte beim Transport aufs Gelände des Dorffests und band das OK an die Holzskulptur des Dorfförsters Pascal Sturm, die eigentlich einem anderen Eigentümer zugestanden hätte.

Doch solch ein Monster in den Keller zu stellen, fanden die Festverantwortlichen nicht sinnvoll, also landete der Bär vor dem Gemeindehaus. Doch nun hat sein letztes Stündlein geschlagen.

Am Donnerstag kam Bär Nummer vier zum Handkuss, wiederum kreiert von Förster Pascal Sturm. Grund für den Ersatz: Der alte, knapp siebeneinhalbjährige Bär sei an verschiedenen Stellen faul gewesen, teilt Gemeindeschreiber Andreas Sprenger mit.

«Er hat eine sehr grosse Bedeutung fürs Dorf.»

Andreas Sprenger, Gemeindeschreiber

Dieses Mal musste die Gemeinde dafür allerdings Geld in die Hand nehmen. Laut Sprenger handelt es sich um 2500 Franken. Allerdings hat Sturm das Tier dieses Mal nicht aus einer Weisstanne, sondern aus einer Eiche geschnitzt. «Die Weisstanne faulte einfach zu rasch. Mit dem Eichenholz wird die Skulptur Jahrzehnte halten», sagt Sturm.

Ein Scherz auf der Verwaltung

Der Bär sieht etwas anders aus, ist auch etwas grösser geworden als sein Vorgänger. «Das fällt ganz sicher auf», sagt Sprenger. «Der Bär gehört zu Bäretswil. Er hat eine sehr grosse Bedeutung fürs Dorf.»

Eine gewisse Bedeutung hatte er auch für den Verwaltungsbetrieb in den vergangenen Jahren. So hatte sich ein Scherz mit den Lernenden eingebürgert: Der Schreiber schickte sie jeweils anfangs des ersten Lehrjahres zum Bärenputz nach draussen.

Sprenger lacht darüber. «Jetzt ist die Skulptur natürlich noch sauber. Aber wenn sich das zu ändern beginnt, kann ich mir gut vorstellen, dass wir die Lernenden mit Zahnbürsten rausschicken, um sich des Bären anzunehmen.»

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