Fasnacht in Bäretswil

Mit der Einführung der Reformation verbot Zwingli über die Sittenmandate die Fasnacht und in den Gemeinden sorgte der der Stillstand für die Durchsetzung des Verbotes. Während in den katholischen Gebieten, so in Luzern und Schwyz, die Fasnacht als Auftakt zur folgenden Fastenzeit (beginnend mit dem Memento mori des Aschermittwoch) weiterhin gefeiert wurden, wurde der Brauch im Zürcher Oberland anfangs des 20. Jahrhunderts wieder eingeführt.

Den Anfang machte 1890 die Hilaria Rüti – eine reine Männergesellschaft und die älteste Fasnachtsvereinigung im Kanton Zürich – mit dem Ziel, das fasnächtliche Brauchtum mit Bierkommers, Maskenball und Kinderfasnacht im Oberland zu pflegen. Sie gründete in Dürnten, Bubikon und Bäretswil Tochtergesellschaften, die «Sultanate».

Clowngruppe Schürli
Clowngruppe Schürli

«Das Hilaria-Sultanat Bäretswil ist vor allem für die Kinder da. Schürli-Wirt Albert Meier setzt sich seit 1982 für diesen Kinderumzug ein und ist immer mit seiner Clowngruppe mit dabei, die er bereits 1971 mit 17 Jahren gegründet hat. Ihm sei es wichtig, so er selbst, dass das Dorf seine Fasnacht hat. Das Echo sei auch immer gut, und seit einst beschlossen wurde, wegen des grossen Andrangs aus der Beiz in die 400 Leute fassende Turnhalle überzusiedeln, um allen das Fest zu ermöglichen, sei auch die Halle immer voll besetzt.»[1]

Um Gemeinderäume nutzen zu können, schlossen sich in den 1990er Jahren die 3 Gruppen Sultanat, Clowngruppe Schürli und Sumpfbazille zur Fasnachtsgesellschaft mit Präsident Hans Graf zusammen.
Seit ca 2010 werden Fasnachtsumzug und Maskenball vom Turnverein organisiert.

Einzelnachweise

[1]Heimatspiegel, Monatsbeilage des ZO. Feb. 1987, Fasnächtliche Traditionen im Oberland, Grosses Fest der Narren

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